Ebook-Cover-Murks

Ebook-Cover selbst entwerfen?

 

Bei meinem ersten Ebook „Saigon Sound“ ist mir das Cover einfach so rausgerutscht. Da muss ein Mädel drauf, Nachtstimmung, ein paar diffuse Lichter, ein, zwei Effekte. Dann noch die passende Schriftart für Titel und Autorenname. Fertig. Perfekt. Davon in Hochstimmung versetzt ging ich später an das Cover für den Thriller. Kann ja nicht so schwer sein. Das kam dabei heraus:
ADDCoverRot(Custom)Ich fand das toll. Nachtschwarz und blutrot. Und weil es in diesem Thriller um eine omiöse Schwelle zum Jenseits geht, gefiel mir der hell strahlende Durchgang besonders gut. Die Story erhielt gute Kritiken, das Cover haben sie mir um die Ohren gehauen. „Zu rot und zusammen mit dem überstrahlten Fenster sieht das unprofessionell aus.“ Eine Testleserin schrieb, aufgrund des Covers hätte sie das Buch ignoriert und sie habe es nur gelesen, weil sie die Buchbeschreibung neugierig gemacht hat. Und DA wird´s gefährlich! Schlechte Cover schrecken ab!

Verliebt in das Motiv dachte ich, minimale Änderungen würden den Kohl schon fett machen. Ich bekam dafür den Hinweis, diese Variante sei schon mal „augenfreundlicher“, gleichzeitig aber auch den Tipp, doch mal einen Profi-Gestalter an das Cover zu lassen. Wink mit dem Zaunpfahl. Noch wollte ich nicht aufgeben. Okay, dann werfen wir einen Schriftzug raus und hauen noch eine andere Farbe mit hinein. Na, wir wär´s denn damit?
Der zentrierte Titel sieht deutlich besser aus als der versetzte der Vorgänger-Versionen. Den Hinweis „Mystery Thriller“ auf dem Cover braucht es auch nicht. Ist ja schließlich bei „Thrillern“ eingeordnet. Ohnehin würde niemand hinter diesem Bild ein Kinderbuch vermuten. Die Kritiker verstummten nach und nach. Aber nur, weil sie mir mit ihren „Na, wenn du meinst“ und „Eher sub-optimal“ nicht länger auf die Füße treten wollten. Das Ding kam einfach nicht an. Keine Chance. Also hieß es mal wieder: Kill your darlings. Und überleg dir was ganz Neues. Das hat dann eine Weile gedauert, bis eine völlig andere Idee auf der Bildfläche erschien. Semi-professionell. Ist ja auch immer eine Frage des Geldes.
Voilà.

© silent_47 / fotolia.com

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Ebook-Cover selbst entwerfen? Mir macht das Spaß. Sogar bei einer so schweren Geburt wie dieser.

Nachtrag von Mai 2016

Das Auge der Dunkelheit

(c) silent_47/fotolia.com

Auch das kommt vor. Mittlerweile gefällt mir das Cover nicht mehr. Jetzt sieht es so aus:

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Ebook-Honorare aktuell

Was kann ich mit einem Ebook verdienen

 

Hat man ein eigenes Ebook geschrieben, stellt sich die Frage, wieviel Geld man damit verdienen kann, spätestens bei der Wahl des Vertriebsweges. Ob man reich damit wird, sei mal hinten angestellt. Ich werde hier nur die Preisgestaltung und Gewinnmöglichkeiten bei Amazon mit denen anderer ebook-publishing-Portale vergleichen. Was nach einem oder zwei Jahren im Säckel klingelt, hängt simpel davon ab, wieviel man verkauft. Und das wiederum, wie gut es einem gelingt, zwischen Tausenden anderer Ebook-Autoren aufzufallen.

In Amazons „kindle direct publishing“ (kurz: kdp) ist der Autor selbst sein Verleger. Dort werden ihm 70% Tantieme angeboten. Allerdings nur bei einem Endverkaufspreis zwischen 2.68 € und 9.99 €. Darunter und darüber gibt es lediglich 35%. Warum, steht in den Sternen. Sei´s drum. So ist es. Der effektive Erlös liegt bei beiden Margen noch etwas darunter. Jedes Unternehmen muss für verkaufte Produkte Mehrwertsteuer abführen. Seit 1.1. 2015 gilt auch bei Amazon der neue Satz von 19 %. Vorbei die schöne Zeit mit den 3 Prozent.

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update zu ebook-Honorare

Erfreuliche Entwicklung für Selbstverleger

 

Im Artikel „Honorare auf dem Ebook-Markt“ habe ich ein konkretes Rechenbeispiel eingestellt, was ein Selfpublisher auf verschiedenen Plattformen mit einem Ebook verdienen kann. Dabei ist auch der Distributor neobooks erwähnt. Dort kann ein selbst verlegender Autor die Chance nutzen, außer Amazon noch andere online-stores zu beliefern, z.B. apple.

Er musste allerdings in einem bestimmten Buchpreis-Segment geringere Tantiemen in Kauf nehmen, als diese bei Amazon direkt möglich sind. Das betraf gerade die lukrative 70%-Tantiemen-Option bei amazon für Ebooks mit einem Endpreis zwischen 2.99 € und 9.99€.

Das hat sich inzwischen zum Vorteil des Autors bei Neobooks geändert. Seit Ende Juli gibt es dort die Möglichkeit, einzelne stores von dem Vertrieb auszuschließen.

(siehe dazu auch die für alle Autoren empfehlenswerte Seite literaturcafé.)

Konkret bedeutet es, dass man nun sein Ebook bei Amazon selbst verlegen kann. Und zusätzlich Neobooks nutzen, um andere, wichtige online-stores beliefern zu lassen. Möglich ist das allerdings nur in dem oben genannten Preisrahmen von 2.99€ und 9.99€. Für alle anderen Buchendpreise darüber und darunter gilt nach wie vor das von mir aufgestellte Rechenbeispiel.

Nutzt man beide Portale, unbedingt auf die Bestimmungen achten. Da gibt es einerseits so etwas wie die Buchpreisbindung. Und bei Amazon verpflichtet man sich, das Ebook auf anderen Vertriebskanälen nicht billiger anzubieten.