Was Frauen nie verzeihen

Wie man ein Date versaut

Im Kapitel „Buddha und das Ferkel“ erwähnt Daniel die Liste:  Die tödlichsten Fehler, wenn man mit einer Frau ausgeht.  Ich habe sie zufällig in einer Schublade in seiner Bude in Saigon gefunden. Hier ist sie.

***

„Vorneweg, Leute. Jeder einzelne davon ruiniert den Abend mit Sicherheit. Das Drama potenziert sich noch um das Zehnfache, sollte es sich um das erste Date handeln.“

Nummer 1

„Oh, Mist. Ich hab mein Portemonnaie zuhause vergessen.“

Umso schlimmer, je später man das Sprüchlein bringt und je kostspieliger das gemeinsame Diner ist. Selbst wenn es stimmt, kaum wieder gut zu machen. Man fängt sich den Vorwurf ein, man wolle vor dem erotischen Getändel noch ein kostenloses Mahl abstauben. Und es bleibt nicht bei dem Vorwurf. Das Getändel kann man vergessen.

Nummer 2

„Wie viel Glas Wein hattest du noch mal?“

Die Rechnung pingelig aufteilen wird genauso übel aufgenommen wie gar nichts zu bezahlen. Das Thermometer sinkt rapide. Knickerigkeit ist kein Weg in das Herz einer Frau.

Nummer 3

„Du Schatz, es ist ein wunderschöner Abend mit dir. Aber ich muss jetzt echt dringend weg.“

Geht man mit einer Frau aus, ist alles andere dagegen kalte Asche und nicht der Rede wert. Verziehen wird nur der plötzliche Tod einer nahestehenden Person. Aber davon erfährt man ja nichts, wenn man Nummer 4 beachtet.

Nummer 4

„Du, warte kurz. Da muss ich unbedingt dran.“

Kein Handy! Am besten gar nicht erst mitnehmen. Wenn doch, nach dem Treffen unauffällig ausschalten. Vergisst man es und jemand ruft an, nicht rangehen. Übersetzt bedeutet das: „Nichts ist so wichtig wie du.“ Ein gern gehörtes Kompliment. Und darüber hinwegsehen, dass Frauen diese Handy-Gebote allesamt missachten. Sie antworten selbst mitten in einer Intimität prompt auch noch auf die nichtssagende SMS ihrer langweiligsten Freundin. Oberstes Gebot: Frauen dürfen ALLES.

Nummer 5

„Tut mir leid. Ich hab den Bus verpasst.“

Keine Entschuldigung. In so einem Fall sofort in das nächste Taxi springen. Zu spät kommen ist eine Frauendomäne. Lässt man SIE warten, maßt man sich damit ihre ureigensten Rechte an. Das können sie nicht leiden. Männer haben DA zu sein.

Nummer 6

„Ooch, halb so schlimm.“

Zwei bis drei körperliche Makel sieht jede Frau an sich. Busen, Beine, Hintern, Nase, Lippen, usw. Und meistens glauben sie es nur. Trifft es aber zu, wie zum Beispiel bei einem deutlichen Silberblick, sollte man es nie auch nur „halb“ bestätigen. „Macht mir nix aus.“ bestätigt es sogar ganz und führt unweigerlich zu Tränen oder Ohrfeigen. Einziger Ausweg: „Ich find´s sexy.“

Nummer 7

„Ich finde, du siehst aus wie …“

Das ist ganz unsicheres Gelände. Übertriebene Komplimente bewirken das Gegenteil. Vergleicht man eine kleine, sommersprossige Rothaarige mit Cameron Diaz, verliert man jeden Anspruch, ernstgenommen zu werden. Andere Vergleiche verbieten sich von selbst. Der mit ihrer Mutter oder, absoluter Killer, mit der eigenen.

Nummer 8

„Pasta isst man nicht mit dem Messer.“

Will man den Klugscheißer geben, sollte man eine Versammlung „Der Linken“ aufsuchen. Auch wenn man von DORT eine Frau mitgenommen hat: Klappe halten! Bei einem Rendezvous toleriert man jeden Fauxpas und findet ihn gefälligst „süß“.

Nummer 9

„Ich weiß genau, wie du dich fühlst.“

Frauenversteher sind so begehrenswert wie matschige Bananen. Frauen sind nicht zu verstehen. Das wissen sie selbst am besten. Jemand, der vorgibt, er könnte es, macht sich lächerlich. Funktioniert nicht mal bei Hardcore-Feministinnen.

Nummer 10

„Ich hasse Kinder und kleine Hunde.“

Auch als Scherz ungeeignet, das rechte Licht auf sich zu werfen. Heikle Gesprächsthemen elegant umsegeln! Direkt drauf endet mit Schiffbruch. Das kann man sich für die Ehe aufsparen. Falls es soweit kommen sollte.

Nummer 11

„Na, so was. Haben wir schon eine ganze Flasche Wein weg?“

Niemals das eigene Glas häufiger füllen als ihres. Kommt schluckspechtig rüber und man outet sich mindestens als Gewohnheitstrinker. Und als Krauter, der, wenn er schon bezahlt, auch was davon haben will. Mit Ausnahme der Rechnung ist Teilen durchaus erwünscht.

Nummer 12

„Na ja, nobody´s perfect.“

Frauen dürfen, wie ALLES, auf Mängel hinweisen, auch wenn sie nicht zutreffen. Männer unter keinen Umständen auf welche, die sie selbst wirklich haben. Niemand kauft ein Auto, von dem der Händler bereitwillig preisgibt, dass es eigentlich ein Schrotthaufen ist.

Nummer 13

„Der Premier Cru ist um Klassen besser.“

Das Gegenteil von Nummer 12. Die Ich-kenn-mich-aus-Selbstdarstellung. Setzt zwei Dinge voraus: Man muss sich tatsächlich auskennen und nicht nur so tun, als ob. Weiß sie es besser, wird´s peinlich. Und es wirkt nur in sanften Schüben. Klugheit wird goutiert. Angeberei nicht.

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